Freitag, 17. August 2007

Meine Kirche

Sie zieht mich magisch an, die Kirche! Egal, ob ich von Weitem ihren hohen Turm in den Himmel ragen sehe oder ob ich unvermittelt vor dem Gebäude selber stehe, ich bin jedesmal fasziniert von diesem, stoisch in sich ruhenden Bauwerk. Ich fühle mich eingeladen an dieser Ruhe teilzuhaben und nehme die Einladung an, indem ich die Kircke betrete und mich auf die manchmal fast unheimliche Stille einlasse. Die dicken Mauern schirmen mich vor dem Lärm der Strasse ab, die hohen Räume geben mir Raum für meine Gedanken und zwingen mich gleichzeitig, meinen Blick nach oben zu richten. Die Menschen, die mir an diesem Ort begegnen, dringen nicht in meine Gedanken ein, sondern verhalten sich leise und respektvoll, denn auch sie sind hier zur Einkehr, um zur Stille zu kommen oder einfach nur um zu staunen.
In jeder Stadt und jedem Dorf, in vielen Tälern und auf manchem Hügel steht eine Kirche. Die eine ist überdimensional gross und blendet uns mit ihrem Prunk und Gold, die andere steht in ihrer Schlichtheit ganz unscheinbar in einer idyllischen Landschaft. Noch viel unterschiedlicher als die Kirchen sind die Menschen, die darin ein- und ausgehen und die Gemeinschaften, die sich darin bilden. Die Kirche ist für mich ein Ort, an welchem ich zur Ruhe kommen kann und trotzdem nicht alleine bin. Hier besteht die Möglichkeit, zusammen mit meinen Mitmenschen Gott zu begegnen und neue Impulse für mein Leben zu bekommen. Vor allem aber suche ich in der Kirche eine Gemeinschaft, die Christus bewusst Raum gibt, seine Gegenwart spüren und sich von seinem Geist inspirieren lassen möchte, um im Alltag ein Stück entscheidungs- und handlungsfähiger zu werden.

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